Mittwoch, 23. November 2011

NMN-Symposium Salzgitter


Das Gymnasium Papenburg hat vergangene Woche ein Team von vier Schülern des Seminarfachs „Jugend forscht“ zu einem Schülerwettbewerb entsandt. In Salzgitter wurde unter vier Schülerteams aus ganz Niedersachsen der erste NMN Junior Contest vergeben. Die Schüler hatten sich bereits vor einigen Wochen beworben und wurden nun ausgewählt, an der Endrunde teilzunehmen. Dieser Wettbewerb fand im Rahmen des Symposiums des Nano- und Matrialinnovationen Niedersachsen e.V. statt, das sich in diesem Jahr dem intelligenten Leichtbau verschrieben hat.

Der Tag begann mit der Begrüßung durch die Vertreter der beiden Industriepartner der diesjährigen Veranstaltung, die Werksleiter der Salzgitter AG und der Volkswagen AG aus Salzgitter. Danach eröffnete der Vorsitzende des NMN e.V., Florian Haacke, das Symposium offiziell und Dr. Oliver Liersch, Staatsekretär für Wirtschaft, richtete sein Grußwort aus. Darin betonte er auch die Rolle der anwesenden Schüler für die Zukunft der Industrie. Es folgten zwei Plenarvorträge über die Motorenproduktion bei der Volkswagen AG sowie die Herausforderungen des Leichtbaus mit Stahl. Diese Vorträge waren trotz aller Fachbezogenheit und ihres komplizierten Inhalts durchaus auch für die Schüler interessant.

In der Pause wurden die vier Schülergruppen dann in ihren Arbeitsraum geführt und konnten sich mit den Begebenheiten vertraut machen. Um sie auf ihre späteren Aufgaben vorzubereiten, hielt ein Mitarbeiter der Salzgitter AG noch einen kurzen Vortrag über die Grundlagen der Materialforschung. Dies sollte sich später noch als sehr hilfreich herausstellen. Der Wettbewerb teilte sich nämlich in zwei Teile: zum einen eine Reihe von  Experimenten, die die Schüler durchführen und auswerten mussten, sowie den Bau einer möglichst leichten und stabilen Brücke aus vorgegebenen Materialien. Diese Brücke sollte innerhalb von drei Stunden so konstruiert werden, dass sie bei einem Meter Spannweite und 20 cm Breite in ihrer Mitte 1,6kg tragen konnte. Die leichteste Brücke würde gewinnen.  Während der Bauzeit wurde schnell klar, dass sich das Gymnasium Papenburg vor allem auf den Leichtbau und eine unkonventionelle Bauweise aus Holzleisten und Draht konzentrierte, während sich durch eigentlich unerlaubte Spionage die Styroporvollbauweise in den anderen drei Gruppen durchsetze. Die dritte Wertung, die Bewertung der Arbeitsweise durch die Tagungsteilnehmer, wurde so deutlich beeinflusst. 

Nur die wenigsten glaubten an einen Papenburger Erfolg. Doch während des spannenden finalen Wiegens durch Dr. Oliver Liersch wurde klar, dass die exotische Bauweise trotz der instabilen Bauweise den Anforderungen gerecht wurde und auch das leichteste Bauwerk darstellte! Jetzt ging es zurück in den Plenarsaal, wo die übrigen Wertungen vorgetragen und die Siegerehrung stattfinden sollte. Nach der Bewertung der Experimentauswertung und des Wiegens lag das Gymnasium Papenburg deutlich in Führung, doch nach der Wertung der Symposiumsteilnehmer wurde das Ergebnis deutlich enger. Dennoch reichte es zum Sieg!