In der letzten Woche stand die Klassenfahrt nach Berlin an. Die Stadt gibt mir jedes Mal, wenn ich sie besuche, ein Gefühl von Freiheit und Zufriedenheit.
Ich stieg am späten Sonntagvormittag in Hannover in de Zug, der bereits vom Rest der Klasse bevölkert wurde und ergatterte den Platz neben unserem Quotenamerikaner. Während der noch fast 3 Stunden langen Zugfahrt gab es neben Tonnen von Süßigkeiten ein interessantes Gespräch und ich lernte ständig neue US-amerikanische Mundarten, etc.. Für jemanden, der die USA liebt, nicht das schlechteste.
In Berlin angekommen, galt es, den Hauptbahnhof zu genießen und mittels S-Bahn nach Kaulsdorf (das liegt ungefähr soweit um Osten, das man quasi in Polen ist :D) zu gelangen. Die Jugendherberge Das CVJM-Heim, in dem wir wohnten, war nichts besonderes: schlicht und einfach eingerichtet, das Essen (ich vermute, es war Essen) grausam, Etagenbetten und kostenfreies WLAN! Letzteres war enorm wichtig und hilfreich. Kapiland, Twitter, Facebook und Erwachsenenfilme waren nur einige der freudig genutzten Möglichkeiten :D
Am Sonntagabend erkundeten wir dann den Alexanderplatz und kehrten danach im CVJM-Heim ein. Ich wurde von unserem Lehrer zum Kartenbesitzer gekürt, d..h. Ich war verantwortlich für eine fünfköpfige Gruppe und deren Bahnticket. Ständiges Durchzählen inklusive. Joa.
Am Montag nahmen wir an einer Schifffahrt auf der Spree teil, die uns vom Berliner Dom am Bode-Museum vorbei, durch das Regierungsviertel bis in den Tiergarten führte. Die Sprecherin an Bord hatte einige interessante Fakten in der Hinterhand. Beispielsweise warum dieses eine Gebäude in direkter Nähe zum Bundeskanzleramt heißt wie es heißt – Berliner Schnauze eben.
Danach besuchten wir die Gedenkstätte Hohenschönhausen. Abgesehen von den dort begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit (ich bezeichne das jetzt einfach mal so!) wurde mir dort erst bewusst, wie verzweifelt die DDR Führung gewesen sein muss. In diesem Sinne: Scheiß Kommunisten!! Der Zeitzeuge erzählte uns sehr detailliert, wie damals von der Stasi vorgegangen wurde und was mit den Häftlingen in Hohenschönhausen passierte. Er selbst wurde aus seiner Abiturprüfung heraus festgenommen und inhaftiert, scheint es aber sehr gut verarbeitet zu haben. Seine lockere und humorvolle („Scheiß Wichser“) Art täuschte dennoch nicht über die Grausamkeiten hinweg. Sehr empfehlenswert für alle Berlinurlauber!
Am Abend ging es ins DDR-Restaurant, wo es typisches DDR-Essen gab, was für eine Überraschung. Alles in allem okay, aber nicht überragend. Dennoch eine Erfahrung, die es zu machen gilt. Und Weißbier schmeckt ja auch immer.
Der Dienstag wurde genutzt, um den Checkpoint Charlie und Madame Taussauds zu besuchen. Ersteres war überraschend in der Hinsicht, wie kreativ sowohl DDR-Bürger als auch Grenzposten waren, wenn es um Republikflucht ging. Madame Taussauds kannte ich bereits vom letzten Besuch in der Bundeshauptstadt. Allerdings macht es immer wieder Spaß dort. Und ich hab jetzt ein Foto mit dem echten Dörk in Berlin und seinem Abbild aus Wachs. Zwischendurch war ich mit einigen Freunden im KaDeWe und machte einige Besorgungen: ein weiteres Audi R8 Modell für meine Sammlung :)
Mittwoch ging es nach Oranienburg in die Gedenkstätte Sachsenhausen. Auch die war mir bereits bekannt, aber erschüttert mich immer wieder aufs Neue.
Der Abend gehörte der kulturellen Bildung: Deutsche Oper, Don Giovanni. Hat mir persönlich sehr gut gefallen, wenn man davon absieht, dass ich während der Einführung in das Stück gefühlte 100 mal angerufen wurde und mir im Anzug leicht warm wurde. Ich würde gerne öfter solche Anlässe wahrnehmen. Minuspunkt für den Lehrer: Wir saßen nicht in der Audi Lounge :D
Donnerstag war erstmal Freizeit, bevor es zum Museum 'Story of Berlin' ging. Hier gibt es nicht nur eine Führung durch die Geschichte der Stadt, wie der Name es bereits verrät, sondern auch einen Atombunker ist hier zu besichtigen. Allerdings hat man in dem Ding sogar mit diversen iPhone Modellen volles Netz, ob da wohl radioaktive Strahlung abgehalten werden kann? Just sayin....
Achso: Am Vormittag war ich im Gravis-Store. Da fehlt im Vergleich zum Apple Retail Store das Feeling.
Den Abend verbrachten wir im Friedrichstadtpalast. Yma, eine grandiose und faszinierende Bühnenshow, ist einmalig! Alle Beteiligten haben einen perfekten Job abgeliefert! Falls du die Möglichkeit bekommst, diese Show zu besuche, tus!!
Den Abend verbrachten wir im Friedrichstadtpalast. Yma, eine grandiose und faszinierende Bühnenshow, ist einmalig! Alle Beteiligten haben einen perfekten Job abgeliefert! Falls du die Möglichkeit bekommst, diese Show zu besuche, tus!!
Freitag Abreise und so. Die Bahn hat kein Stück auf die Reihe bekommen, was nicht wirklich überraschte, und sogar eine ungeplante Notbremsung stand auf dem Programm. Herrlich. Aaron und ich unterhielten uns wieder über Gott und die Welt. Meistens aber nur über Sprachen und stuff like that.
Die Klassenfahrt war legen.... wait for it..... dary, legendary!
klingt wirklich gut! und ich mag wie du schreibst, klingt so schlau ^^
AntwortenLöschenaber das mit der oper hätt' ich auch gern mal gesehen oder sachsenhausen, ist bestimmt interessant :>
:)
War einfach suuper :D
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